- VERANSTALTUNG FINDET AM 25.06.2017 STATT -

Arber-Tour

Mit einem „mulmigen“ Blick auf das Wetter, das uns in den vergangenen Wochen motorradunfreundliche Temperaturen von so um die 30° beschert hatte, starteten wir wie gewohnt dennoch frohgemut diesmal beim Streife bei leicht „fröstlichen“ 16°C.

Die trotz der Temperaturen sommerlich gewandeten Mitfahrer tauten wir bereits vor Beginn mit einem ordentlichen, frisch von unserem Werkstattleiter Heinz gebrauten, Kaffee wieder auf.

Der Pokal für die weiteste Anreise ging diesmal in den bayerischen Wald, eh das Ziel dieser Tour.

Nach der üblichen Verteilung auf die einzelnen Gruppen ging es dann gleich hinter‘m „Streife“ ab auf Dieters präferierte und von uns Tourguides „gefürchtete“ „Ferkeltrabstrecken“ (=kleinste Sträßelchen weit ab vom üblichen Verkehrsgetümmel an einem Sonntag, so klein und verwinkelt, dass selbst ein wendiges Ferkel nur mehr im Trab und nicht in mehr im Schweinsgalopp laufen kann... ). Bereits recht bald, an der zweiten oder dritten Kreuzung irgendwo im niederbayerischen Nirwana gab unser „Mitstreiter“ aus dem bayerischen Wald zu verlauten, dass er zwar schon sehr lange motorradfahren würde, und auch oft zum Willy, aber noch NIE über solche Straßen…. Aber eine Fetzengaudi macht die Kurvenhatz immer wieder dort hinten am Rande der kartographierten Welt ;-)!

Nach kleineren „Anfangsschwierigkeiten“ (gut, die „Umrundung“ der Brauereigaststätte in Moosthenning hat WIRKLICH NICHT zur Tour gehört, aber wenn Heinz‘s Gruppe schon ganz brav erst hinter der Wirtschaft abbiegt, folgt dann auch gleich meine „langsame never come back-Tour“ hinein in‘s „Verderben“…. Aber rausgefunden haben wir ALLE wieder ;-)!

Es fiel NUR auf, weil wir wieder an derselben Gaststätte vorbeifuhren…

Wenn man allerdings ZU SCHNELL fährt, so wie Edith‘s „schnelle Truppe“, verpasst man dann halt auch ganz gerne mal die eine oder andere Abzweigung, und das Navi schickt einen zur „Strafe“ über ausgetretenere Pfade wie die „normale“ „alte Russelbergrennstrecke“, und nicht wie von Dieter geplant über „seine alte Rusel“, ein „geteerter Feldweg“ teilweise sogar mit Mittelstreifen, allerdings noch dem Fahrbahnbelag aus gefühlten 200 Jahren.

Nachdem wir ALLE wieder oberhalb der Wegmacherkurve an der Rusel angekommen waren (wiederum ein Kommentar unseres „Einheimischen“ aus dem Bayerischen Wald: „Wo um Himmels Willen sind wir JETZT?!?“), führte der Weg weiter Richtung Zwiesel.

Neben der gewohnten imposanten „Hügellandschaft“ des bayerischen Waldes wartete dann auch teilweise Ungewohntes am Wegesrand auf uns:

So an einer Kreuzung kurz vor Kirchberg im Wald, als wir direkt an der Kreuzung einer namenlosen Straße (zumindest laut Navi, und Wegweiser war auch schon lange keiner mehr da….) in irgendeinem „bajuwarischen“ Dorf urplötzlich vor einem Granitelefanten in LEBENSGRÖSSE standen….

Aber er ließ uns dann doch passieren, und wir erreichten wider Erwarten ALLE den Mooshof in Zwiesel, wo wir dann die geplante Mittagseinkehr abhielten.

Sehr gut gestärkt zu angenehmen Preisen ging es weiter am Arbersee entlang, wo wir kurz einen Schock erlitten ob der dort üblichen Horden an Motorradfahrern und Touristen, denn die letzten 5 Stunden hatten WIR keinen einzigen Fremden gesehen…

Weiter ging es durch die „dunklen Tiefen“ des Bayerischen Waldes, begleitet nur hin und wieder von aufgeschreckten Bussarden oder Kibitzen, bis wir bei der Weiberwirtschaft irgendwo südlich von Roding wieder halbwegs bekanntes Terrain erreichten.

Wir stärkten uns mit Zimtschnecken, Zimtnudeln und dem einen oder anderen Haferl Kaffee, dann ging es weiter, nun auf der Suche nach einer geöffneten Tankstelle!

Bei Benzingesprächen über „Wüstenschnaps“ und Co (die ECHT LECKEREN Zimtnudeln waren ORDENTLICH im Zimtzucker gewälzt und es bröselte nur so von allen Tellern…) verging die Zeit wie im Nu, und schon ging es wieder an die Rückfahrt.

Denn wenn man, so wie der Klaus, bereits aus Freising zum Streife angereist war, und die letzten vier Stunden keinerlei Tankstellen mehr zu finden waren, wird man langsam begründet unruhig. Doch alle Tankstellen, die unsere Navis ansteuerten, waren auf Automatenbetrieb umgestellt, und wir „verwöhnten Städterer“ leider nicht so wirklich in der Lage, diese zu bedienen.

Kurzerhand fuhr jede Gruppe in eine andere Richtung auf der Suche nach Sprit…

Dummerweise entschied sich meine Gruppe für die Tankstelle in Roding, die a) genau in die entgegengesetzte Richtung lag, und b) heillos überfüllt war – wir verbrachten also eine nette dreiviertel Stunde an dieser Tankstelle, bis wir wirklich alle wieder Sprit gebunkert und gezahlt hatten, und irrten dann wieder zurück…

Kurz hinter Straubing erzwang dann der Gäuboden mit seinen gewohnten drückenden Temperaturen (der bayerische Wald zuvor, der ja bekanntlich ein „halbes Jahr Winter, ein halbes Jahr kalt“ - Klima vorzuweisen hat, nötigte uns sogar noch zur Benutzung der Griffheizung ;-)!) noch eine letzte Trinkpause im Schatten der Tankstelle in Geiselhöring, und dann erreichten wir ENDLICH auch als letzte Gruppe wieder den Streife ;-)!

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Arber-Tour 2017

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